Premium Outdoor Motorrad Abdeckplane von MYCOVER im Langzeittest

Steht das eigene Motorrad Tag und Nacht draußen, gilt es vor allem Regen und UV-Strahlung abzuwehren. Das schont Lack und Kunststoff sowie empfindliche Bauteile wie Bremsscheiben und Antriebskette, die schnell korrodieren können. Auch Tierausscheidungen greifen den Lack, ähnlich wie beim Auto, gerne an. Um das Motorrad vor diesen Umwelteinflüssen zu schützen, ist eine Abdeckplane unumgänglich. Auch stolze Besitzer einer Garage, eines Carports oder eines Tiefgaragenstellplatzes sollten ihr Motorrad immer abdecken, um die Ansammlung von Staub und Pollen zu minimieren. Das schont nicht nur alle Bauteile, sondern sorgt nebenbei auch für einen Werterhalt der Maschine.

Die Auswahl an Abdeckplanen auf dem Markt ist riesig und für jeden Geldbeutel ist da etwas dabei. Unsere Erfahrung in den letzten 17 Jahren hat gezeigt, dass kaum eine Plane ihre Garantiezeit ohne Beschädigungen übersteht. Mit der Zeit sind dabei schon sehr viele verschiedene Modelle durch unsere Hände gegangen. Von leichten, dünnen Stoffen, bis hin zu sehr teuren, dicken und schweren Planen war bereits alles dabei. Leider waren die Erfahrungen meistens negativ. Oft sind die Planen mit der Zeit an den Nähten gerissen, haben ihre Imprägnierung verloren, das Sichtfenster wurde spröde und brach, die Außenhaut riss oder das Innenfutter zerbröselte und hinterließ ascheartige Rückstände auf dem Motorrad. Häufig zerkratzte das Material sogar den Lack beim Auf- und Abziehen oder die Plane flatterte auf Grund der ungenügenden Passform im Wind. Viele Hersteller schreiben vor die Plane vor UV-Strahlung zu schützen, sprich, das Motorrad im Schatten abzustellen. Jedoch sollte eine gute Abdeckung aus unserer Sicht genau das abkönnen, denn den Stellplatz kann man sich nicht immer aussuchen.

All diese (negativen) Punkte der am Markt verfügbaren Motorradschutzplanen waren auch für zwei Motorradfahrer aus Hamburg ausschlaggebend sich hinzusetzen und ein eigenes Produkt zu entwickeln. Eine Plane, die in seinen Eigenschaften das Motorrad bestmöglich vor den Umwelteinflüssen schützt, dabei beständig und haltbar ist und auch den Geldgeutel nicht mehr belastet, als dies bei anderen Abdeckplanen der Fall ist.

Constantin und Benjamin präsentieren ihre langjährige Entwicklung

Die Idee und Entwicklung der Plane von MYCOVER war somit geboren. Ingenieur Constantin und Motorradverkäufer Benjamin haben sich hingesetzt um es besser zu machen – sie garantieren, dass Ihre „Hightech Plane“ anders ist als alle anderen auf dem Markt angebotenen Abdeckplanen. Ob die beiden ihr Versprechen einhalten können, davon wollen wir uns selbst überzeugen und werden das MYCOVER in der Größe L einem Langzeittest unterziehen.

Schauen wir uns zunächst einmal die Details genauer an, die diese Abdeckplane so besonders machen:

  • Die Außenhülle besteht hauptsächlich aus einem 300D Polyester-Webstoff, der zusätzlich mit einer doppelten Polyurethanschicht versiegelt ist. Dieses Material ist leicht, wasserundurchlässig, UV-beständig und sehr reißfest
  • Das Innenfutter ist besonders weich und schützt so kratzempfindliche Teile wie Lack und Chrom
  • An den entsprechenden Stellen ist auf der Innenseite ein Hitzeschutzmaterial (bis 200°C) eingenäht, um das Motorrad bereits nach kurzer Abkühlphase abdecken zu können
  • Die Unterkante ist vorne und hinten mit einem elastischen Saum ausgestattet, wodurch ein Aufblähen bei Wind deutlich reduziert wird
  • Eingearbeitetes Kennzeichenfenster (Beim Abstellen auf öffentlichen Plätzen gesetzlich vorgeschrieben: §10 ABS. 2 GZV und §23 ABS. 1 STVO)
  • Öffnungen vorne und hinten für ein Kettenschloss ohne zusätzliche Plastik oder Aluminiumverstärkungen, um ein Zerkratzen der Felgen zu verhindern
  • An der Unterseite gibt es nicht nur einen Clip Verschluss, der verhindert, dass die Plane bei einem Sturm zum Nachbarn fliegt, sondern gleich zwei. Gut verteilt jeweils vor den Rädern.
  • Eingearbeitete Belüftungsnetze an den höchsten Punkten im Bereich der Rückspiegel für die Luftzirkulation, damit das Motorrad unter der Abdeckung „atmen“ kann und die Feuchtigkeit so schnell wie möglich an die Umgebungsluft abgegeben wird

Der Preis der MYCOVER ist abhängig von der Größe. Es stehen 3 Varianten zur Auswahl: Größe M (129 Euro), Größe L (139 Euro) und Größe XL (149 Euro). Welche Größe für das eigene Bike passend ist, kann entweder nachgemessen werden, oder man folgt der Größenempfehlung des Herstellers auf der Webseite.

Kompakt verstaut. Der Clou: Die Tragetasche besteht außen wie innen aus demselben Material wie die Plane

Direkt beim ersten Auspacken fühlt sich die Plane sehr hochwertig an und auch die Verarbeitung ist erstklassig. Auch das Gewicht scheint zu passen, es ist weder zu leicht noch zu schwer.

Außenhaut, Innenfutter und Hitzeschutz
Das Belüftungsnetz an den beiden obersten Punkten
Sehr gut vernäht mit integriertem Reflektorstreifen

Bei einem ersten Test der Imprägnierung mit dem Gartenschlauch perlt das Wasser mit einem sehr guten Lotusblüteneffekt ab, während das weiche Futter von innen trocken bleibt. Besonders gut gefällt uns, dass es an der Unterseite zwei statt nur einen Clipverschluss gibt. Dadurch bleibt die Plane selbst bei Orkanböen da wo sie sein soll und bläht sich so gut wie nicht auf. Vor allem aber schleift die Plane nicht am Boden.

Das Kennzeichenfeld ist bei der KTM Superduke 1290 leider nicht ganz passend angeordnet
Etwas straff. Das Sichfenster spannt am Kennzeichen
Perfekte Passform, wenn der Lenker gerade steht
Ist der Lenker eingeschlagen, steht das Material hier etwas unter Spannung, da das meiste Gewicht auf den Rückspiegeln sitzt

Die Passform ist an unserem Testmotorrad, einer KTM 1290 Super Duke R (Originalzustand), nahezu perfekt. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Genau wie alle bisherigen Abdeckplanen, die wir im Laufe der Jahre in unseren Händen hielten, ist auch das MYCOVER so geschnitten, dass im Bereich des Lenkers bzw. der Rückspiegel, die Plane links und rechts gleichmäßig aufliegt, wenn das Vorderrad und der Lenker gerade stehen und eine Linie zum Hinterrad bilden. Die Frage ist jedoch: Wer stellt sein Motorrad ab, ohne dabei wenigstens das Lenker-Schloss einrasten zu lassen? Schließlich will man es ja den Dieben nicht noch einfacher machen. Und genau da liegt das Problem: Schlägt man den Lenker voll nach links ein, so wie es üblich ist, steht die Plane am rechten Rückspiegel unter Spannung. Auf der linken Seite hängt sie dann locker herunter. Somit wird das MYCOVER-Material auf der rechten Seite, da wo die Spannung am größten ist, entsprechend hoch belastet. Bei den uns bekannten Motorrad Abdeckplanen ist meistens das die Stelle an der das Material am ehesten ermüdet. Ob das beim MYCOVER auch der Fall sein wird, wird sich in unserem Langzeittest zeigen.

Zwischenfazit:

Die MYCOVER Abdeckplane hinterlässt einen hervorragenden ersten Eindruck. Das gesamte Produkt wirkt hochwertig und ist exzellent verarbeitet. Die angebotenen Features sind ein echtes Alleinstellungsmerkmal und zeigen dass die Entwicklung aus der Feder zweier Motorradfahrer stammt. Wir sind gespannt wie sich das Bike-Cover auf Dauer schlägt …

Phase 1 – August 2020

Unsere KTM mit der MYCOVER Abdeckplane (Größe L) ist von nun an Mutter Natur überlassen. Das Motorrad wird, bei üblichem Gebrauch, ganz normal auf und wieder abgedeckt und durchlebt den Alltag wie bisher.

Unser Stellplatz für den Langzeittest

Unsere Langzeiterfahrungen werden in weiteren Updates in diesem Bericht einpflegt.


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Nico

Nico ist seit 2018 Redakteur beim Bremspunkt. Seine Begeisterung gilt nicht nur dem Zweirad, sondern allem mit ordentlich Leistung und Drehmoment.

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