Test: Sicher, sicherer, … Held Titan RR

Ordentliche Motorrad-Schutzkleidung ist für den Fall der Fälle überlebenswichtig und trotzdem hofft jeder die Schutzfunktionen der gekauften Klamotten nicht auf Herz und Nieren prüfen zu müssen. Trotzdem kann es beim Motorradfahren jederzeit dazu kommen, dass der Ernstfall eintritt. Wer vorab nicht in seine Sicherheit investiert hat, prüft in dem Fall seine eigenen Organe und Extremitäten.
Damit es nicht soweit kommt, entwickeln die Hersteller von Motorradbekleidung immer bessere, sicherere Modelle, um ihre Kunden bestmöglich zu schützen. So haben sich auch die deutschen Motorradbekleidungsspezialisten von Held hingesetzt und den Titan RR als das neue Topmodell im Handschuhbereich auf den Markt gebracht.

Held Titan RR

Der Held Titan RR ist der Nachfolger des vielfach ausgezeichneten und auch bei uns bereits getesteten Held Titan Evo. Optisch als auch technisch ist er jedoch eine komplette Neuentwicklung. Anders als in den Jahren zuvor und wie man es aus dem Motorradfachhandel kennt, kommt der Titan RR nicht unverpackt zum Kunden, sondern wird in einem hochwertigen und edlen Karton geliefert, der die beiden Handschuhe getrennt voneinander beherbergt. Auch wenn dies natürlich keine Verbesserung des Handschuhs darstellt, so trägt es dennoch zum Kauferlebnis eines Premiumprodukts bei.

Das Entwicklungsteam von Held, das auf die Erfahrung und das Know-How aus über 70 Jahren Handschuhmacherhandwerk sowie das Wissen von zahlreichen Profis aus dem Motorrad-Rennsport zurückgreifen kann, hat für die Neuentwicklung eine neue Nähtechnologie für Steppnähte eingebracht, die den Handschuh einzigartig und noch sicherer machen soll. Wir haben die Handschuhe (Titan Evo und Titan RR) nebeneinander gelegt, konnten hier jedoch keinen Unterschied erkennen. Genau wie der Vorgänger ist aber auch das neue Modell exzellent verarbeitet und das Känguruhleder und die Nähte sitzen da wo sie sollen.

Optisch sofort ins Auge sticht allerdings der nun zweigeteilte Titan-Protektor auf dem Handrücken. Die Knöchelschale ist im Vergleich zum Vorgänger dadurch deutlich flexibler, was man beim ersten Anziehen sofort spürt. Ebenfalls sofort spürbar und enorm bequem ist der in den Handrücken- und Daumenbereichen eingesetzte Surprotect-Spezialschaum: ein stoßabsorbierender Schaum, der die Sicherheit weiter verbessern soll, ähnlich wie bei Protektoren, die man aus hochwertigen Lederkombis kennt. Neu sind auch die kleinen Titan-Zusatzprotektoren, die auf den Ring- und Mittelfingern angebracht sind.

Weiterentwickelt wurde auch die Brücke zwischen Ring- und kleinem Finger, die für mehr Stabilität beim Sturz sorgt. Sie ist nun deutlich kürzer und bietet dadurch mehr Bewegungsspielraum bei gleicher Sicherheit. Außen an der Stulpe auf der Höhe des Handgelenkes befinden sich weitere Titanprotektoren um alle Schutzzonen an der Hand abzudecken. Auffällig sind auch die neu eingearbeiteten Gitternetze in den Lüftungsschlitzen rund um die Titanelemente, die zu einer besseren Belüftung des Handschuhs beitragen.

Held Titan RR: Titanprotektor mit Lüftungsschlitzen an der Stulpe

Bereits nach wenigen Trageminuten und den ersten gefahrenen Kilometern fühlt sich das Leder an den Händen wie eine zweite Haut an. Dauerte es beim Vorgänger noch einige Zeit bis sich die Sitzposition des Titanknöchelschutzes an meine Hand angepasst hatte, so ist dies beim Titan RR, durch die erhöhte Flexibilität des geteilten Protektors, sofort gegeben. Durch die Lederstretch-Einsätze an Oberhand, Daumen und Fingern sowie die perforierte Fingerschichten ist der Tragekomfort enorm. Der Handschuh sitzt wie angegossen.

Durch die Brücke zwischen dem kleinem Finger und dem Ringfinger ergibt sich ein anderes, eigenes Griffgefühl. Wer bisher ohne diesen Zusatzschutz unterwegs ist, der wird einige Zeit brauchen, um sich daran zu gewöhnen. Ist das neue Gefühl jedoch erst einmal verinnerlicht, verspürt man keinerlei nachteiligen Einfluss mehr auf das Handling beim Bremsen oder Kuppeln. Wer bereits einen Handschuh mit Brücke, wie den Titan Evo o. Ä. fährt, der wird mit der neugewonnen Freiheit durch die verkürzte Fingerbrücke sicher sofort positiv überrascht sein.

Gut zu erkennen: Die Fingerbrücke und die Titanprotektoren am Held Titan RR

Dem sportlichen Einsatzgebiet entsprechend ist die Innenhand stark vorgekrümmt und faltenfrei verarbeitet. Beim Fahren ist dadurch jederzeit ein sicherer, entspannter Griff am Lenker gegeben. Wer in der Hitze des Gefechts nicht nur einen kühlen Kopf, sondern auch keine schwitzigen Hände möchte, für den hat Held den Luftdurchfluss im Handschuh erhöht.
Die neuen Belüftungsöffnungen sehen dank Gitterinnenleben nicht nur schick aus, denn bei heißen Sommertagen spürt man das deutlich bessere Klima innerhalb des Handschuhs sofort.

Kommen wir zum Fazit des Held Titan RR und beginnen mit einem Wermutstropfen: Den Preis für das Leder. Für den Titan RR ruft Held einen Kurs von 399 Euro auf. Das ist, auch beim Blick auf die Mitbewerber, das oberste Ende der Preisskala. Im oben angesprochenen Fall der Fälle ist das Geld jedoch gut investiert und rettet die eigenen Hände.
Im Vergleich zum Vorgänger hat Held in Sachen Sicherheit mit dem Titan RR noch einmal deutlich zugelegt und schafft dabei den Spagat zwischen Komfort und Tragegefühl enorm gut. Der Handschuh hat eine perfekte Passform und auf die Größeneinordnung ist Verlass. Wer seine Größe bei Held kennt, kann den Titan RR gefahrlos in ebendieser bestellen und bekommt dann, statt zwei Handschuhen an einem Pappaufhänger, eine hochwertige Premiumbox nach Hause geliefert.

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Daniel

Daniel ist Admin des Bremspunkt und verantwortlich für Produkttests und die Technik der Website. Schon im Kindesalter Motorrad verrückt. Seit 1997 Fan von Valentino Rossi und Inhaber der Domain www.valentinorossi.de . Liebt alles rund ums Thema Zweirad und ist hauptberuflich im Bereich T-Security bei einem IT-Dienstleister in Hannover tätig.

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