Yamaha Fahrer sind fit für den Saisonstart
Die Yamaha Fahrer Valentino Rossi und Colin Edwards beginnen ihren Angriff auf die Moto GP Weltmeisterschaft 2007 nächstes Wochenende, ihren Angriff auf die in der jüngeren Renngeschichte am heißesten erwartete Saison, welche am Samstag in Katar beginnt. Das Rennen ist das erste von 18 Rennen in 13 Ländern und 4 Kontinenten, die einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen und über das Schicksal des meist begehrtesten Preises in der Geschichte des Motorrad Rennens entscheiden wird. Zum ersten mal seit der Jahrtausendwende startet Rossi nicht als Titelverteidiger, sondern als Herausforderer in die Saison. Nachdem Rossi seinen Titel in einem dramatischen Finale der Saison 2006 in Valencia am Ende an Nicky Hayden auf Honda abgeben musste, arbeitete der berühmte Italiener unermüdlich an der Seite seiner Mechaniker an der Entwicklung seiner neuen Yamaha YZR-M1, welche im einhergehen mit einem neuen 800ccm Motor auch neue technische Regulationen aufweist. Die überarbeiteten Regularien schreiben auch einen auf 21 Liter reduzierten Tankinhalt und maximal 31 Reifen (14 Vorder- und 17 Hinterreifen) pro Rennwochenende vor, was für die Teams mehr Druck und für die Fans im Laufe der Saison eine Extraportion Spannung bedeutet. Rossis Hoffnungen den Saisonstart zu gewinnen bauen auf zwei Siegen bei den letzten drei Besuchen des Losail International Circuit seit dessen Eröffnung im Jahr 2004. Rossis Zuversicht wurde nach der außerordentlichen Leistung beim finalen Test der Saisonvorbereitung in Jerez noch bestärkt, wo er in einem 40-minütigem „Qualifying“ die schnellste Rundenzeit fuhr und die exzellente Arbeit seines Teams krönte.
Die eben so fleißige Arbeit von Rossis Teamkollegen Edwards, der letzte Woche kurz hinter Rossi Dritter wurde, hat wunderbar zu der schnellen Entwicklung der 800ccm Version der YZR-M1 beigetragen und das Paar brennt nun darauf endlich Rennen zu fahren. Der „Texanische Tornado“ verspricht einen Sturm in der Wüste und behält seine starke Linie das Jahr über bei, macht auf eine Saisonvorbereitung aufmerksam in der er stets Kopf an Kopf mit Rossi an der Spitze der Zeiten zu finden war und das auf nahezu jeder Strecke auf denen die beiden unterwegs waren. Auf dem Losail international Circuit das richtige Setup für das Motorrad zu finden ist schwierig, viele langsame Kurven werden von schnellen Richtungswechseln gefolgt. Die enge Haarnadel in Kurve 6 zum Beispiel, eine schnelle rechts-links Kombination unter starkem Bremsen, was eine ganz besondere Ausgewogenheit zwischen Stabilität und Agilität erfordert. Der wichtigste Abschnitt sind die drei schnellen Rechtskurven am Ende der Runde, hier kann ein Fahrer am meisten Zeit gut machen, Stabilität im maximalen Neigungswinkel ist ein absolutes Muss, so dass der Fahrer sicher sein kann sein Motorrad unter sich und nicht neben sich zu haben wenn er das Gas durch zieht.
Valentino Rossi – „schnell und macht Spaß“
Rossis Anblick beim Test in Jerez wird seine Fans fasziniert und seine Gegner demoralisiert haben, in absoluter Harmonie mit seiner M1 und das bei Höchstgeschwindigkeiten. Ein klares Signal, dass der erfolgreichste Motorradfahrer in der jüngeren Geschichte des MotoGP seinen Titel zurück will. Seit er Nicky Hayden in der Auslaufrunde in Valencia die Hand geschüttelt hat, hat er nur noch einen Gedanken im Kopf – Gewinnen. Und Valentino ist überzeugt, das ihm diesmal kein Pech den Titel entreißen wird, wie letztes Jahr den möglichen 6ten in Folge. Ich mag Katar sehr, es ist schnell und macht Spaß, außerdem haben wir dort schon zweimal gewonnen. Natürlich ist es ziemlich heiß und staubig, die Reifenwahl ist also sehr wichtig, erst recht mit den neuen Regeln. Der nächste Knackpunkt wird der Spritverbrauch sein, ich denke darüber macht sich diese Saison jeder Sorgen, da sitzen wir alle im gleichen Boot. Wir wissen, dass das Motorrad in den ersten beiden Rennen gut laufen sollte, aber die Saison ist lang. Dani Pedrosa war in den Tests am konstantesten, aber ich denke das Nicky Hayden, Loris Capirossi und mein Teamkollege Colin Edwards um den Titel kämpfen werden.
Colin Edwards –„gleiche Rahmenbedingungen“
Nachdem Colin Edwards in der Vorbereitung meinte, dass die YZR-M1 das beste 800ccm Motorrad im gesamten Fahrerlager sei, sah er auch weiterhin keinen Grund dazu seine Meinung darüber in den letzten beiden Tests zu ändern. Der 33-Jährige hofft, dass er nun auf dem Punkt ist seine wo möglich beste Saison zu fahren seit er 2003 begann. Der frühere doppelte Superbike-Champion stand in dieser Zeit 6 mal auf dem Podium und er ist zuversichtlich, dass er dieses Jahr noch ein paar der begehrten Plätze zu seiner Strichliste hinzufügen kann, besonders da er sich am Samstag gleiche Rahmenbedingungen für alle ausrechnet, für ihn und Fahrer die schon länger dabei sind. „Katar ist eine wunderbare Strecke, ich liebe sie, denn hier sind alle gleichberechtigt, im Gegensatz zu manchen europäischen Strecken, wo einige Fahrer aufgewachsen sind“, so Edwards. „Ich fühle mich sehr zuversichtlich hier das erste Rennen zu bestreiten, vor allem wegen unserem letzten Test dort, bei dem ich ziemlich schnell unterwegs war und in Jerez haben wir auch noch Fortschritte gemacht. Die Strecke passt zu meinem Stil und ich fühlte mich während dem letzen Test sehr wohl, hoffentlich können wir das auf das Rennen übertragen!“ Wir hatten im Rennen letztes Jahr ein paar Probleme, aber ich fühle mich dieses Jahr ganz anders, unser Motorrad ist ein komplett anderes. Nachdem wir auf ausgeglichenen Strecken wie Sepang und Katar sehr gut gearbeitet haben, haben wir es geschafft, dies mit einer komplett anderen Einstellung auch auf die unebene Strecke in Jerez zu übertragen. Ich bin überzeugt davon, dass wir ein gutes Packet für die gesamte Saison gefunden haben, ich sagte während der Vorbereitung das das Ziel in dieser Saison Siege sind, also freue ich mich darauf endlich los zu legen.
Davide Brivio –„Lasst uns Rennen fahren!“
Yamahas Team-Direktor Davide Brivio spiegelte die Zuversicht seiner Fahrer wider, nach dem er ihnen zugeschaut hatte wie sie in Rekordzeit auf allen dreien der in der anstrengenden Vorbereitung befahrenen Strecken ihre Runden drehten. Der Erfolg letzten Sonntag beim Zeitfahren brachte der Teammoral einen extra Schuss Aufregung und Motivation. Der Italiener sagte, dass die Fahrer nicht die einzigen Teammitglieder seien die die Tage bis zum Saisonstart herunter zählen. „Jetzt fahren wir Rennen!“ lächelt Brivio. „Ich denke, dass diese Saison eine ganz besondere werden wird, da Valentino zum ersten mal seit einigen Jahren nicht als Titelverteidiger ins Rennen geht und es gibt viele junge Fahrer die jetzt bereit sind um den Titel zu kämpfen. Wir hatten eine gute Testphase im Winter und haben uns exzellent auf die Saison vorbereitet, jetzt sind wir alle aufgeregt und gespannt, wie gut unsere Vorbereitung wirklich war.“ „In Katar wird jeder zum ersten mal seine Karten auf den Tisch legen und wir sind sehr neugierig zu sehen, auf welchem Level wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Die Stimmung im Team ist optimistisch, da Rossi und Edwards den Winter über immer unter den Top-Fahrern zu finden waren und wenn alles gut läuft, dann sind wir auf jeden Fall wettbewerbsfähig. „Lasst uns Rennen fahren!“
Valentino Rossi: Daten
Alter: 28
Wohnort: London
Motorrad: Yamaha YZR-M1
GP-Siege: 84 (57 x MotoGP/500cc, 14 x 250ccm, 12 x 125ccm)
Erster Sieg: Tschechien, 1996 (125ccm)
Erster GP: Malaysia, 1996 (125ccm)
GP-Starts: 174 (114 x MotoGP/500ccm, 30 x 250cc, 30 x 125ccm)
Pole positions: 45
Weltmeisterschaften: 7 Grand Prix (1 x 125ccm, 1 x 250ccm, 1 x 500ccm, 4 x MotoGP)
Colin Edwards: Daten
Alter: 33
Wohnort: Conroe, Texas
Motorrad: Yamaha YZR-M1
First GP: Japan, 2003 (990ccm)
GP-Starts: 66 x MotoGP
Weltmeisterschaften: 2 World Superbike
Katar Rundenrekord (990ccm)
Valentino rossi (Yamaha) 2006, 1’57.305
Katar beste Runde (800ccm)
Casey Stoner (Honda) 2006, 1’55.683
Grand Prix Resultate 2006 in Katar:
1. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 43'22.229
2. Nicky Hayden (USA) Honda +0.900
3. Loris Capirossi (ITA) Ducati +1.494
9. Colin Edwards (USA) Yamaha +22.920
Quelle: Pressemitteilung